Energie 4.0 - Klimaschutz, Energie und Bauen im Industrie 4.0-Umfeld

Vor dem Hintergrund des Spitzenclusters it´s OWL und den Kompetenzen der Region beim Thema Industrie 4.0 haben sich zehn namenhafte Akteure auf den Weg gemacht, OWL mit Hilfe der Digitalisierung intelligenter zu machen. Unter dem Titel "Klimaschutz, Energie und Bauen im Industrie 4.0-Umfeld" wird Energie Impuls OWL im Zeitraum bis 2019 gemeinsam mit der Hochschule OWL, der Fachhochschule Bielefeld, dem Campus Minden und der Klimawoche Bielefeld sowie mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen ein intelligentes Energiesystem für OWL erarbeiten.

Ziel des Projektes war es, die Chancen und Möglichkeiten zu beleuchten, die sich für die Akteure der Energie-, Bau- und Klimaschutzbranche durch die Digitalisierung bieten. Dafür haben die beteiligten Hochschulen und Projektpartner Angebote und Lösungen geschaffen, um dem Ziel, OWL mit 100 % sauberer Energie zu versorgen, einen großen Schritt näher zu kommen.

Fachworkshops qualifizierten über 150 Energie-, Bau- und Industrieunternehmen für die Herausforderungen der Digitalisierung, beispielweise für Konzepte einer digitalen Energieinfrastruktur, Building Information Modelling oder Speicherlösungen. Die FH Bielefeld hat einen neuartigen Demonstrator entwickelt, mit dem der Sonnenstrom vom Dach in Haushaltskühlgeräten zwischengespeichert werden kann, um den wirtschaftlichen Weiterbetrieb von PV-Anlagen nach Förderende zu ermöglichen. Das Institut für Energieforschung der Hochschule OWL forscht in Zusammenarbeit mit KMUs an zukunftsweisenden Wärmepumpentechnologien zum energieoptimierten Beheizen und Kühlen von Gebäuden. Spannende Anschauungsobjekte bietet beispielsweise der Campus Minden der FH Bielefeld, der mit „ImMo2050“ zwei Doppelhaushälften mit einem integrierten E-Mobilitätskonzept ausgestattet hat, sowie der gemeinsam mit der Firma Brockbals initiierte Campus für Energieeffizienz und Ressourcen, ein Showroom für innovative Smart Home-Technologien.

Das Knowhow aller Akteure ist in Form vielfältiger Beteiligungsmöglichkeiten im Dezentralen Labor zugänglich, das dabei den Grundstein für neue Kooperationen und Geschäftsmodelle legt:

Zum Beispiel arbeiten 10 Partner aus Strom- und Verteilnetzbetrieb sowie Hersteller von Technikkomponenten gemeinsam mit 25 Haushalten im Projekt „SynErgieOWL“ daran, sonst abgeregelten erneuerbaren Strom zum Heizen in Privathaushalten oder zum Laden von E-Autos zu nutzen. Den enormen Energie- und Ressourcenverbrauch in der Baubranche nehmen über 60 Unternehmen, Hochschulen und Initiativen zum Anlass, mit ihren Digitalisierungskompetenzen daran zu arbeiten, OWL zur Modellregion für zirkuläre Wertschöpfung zu machen.