Licht für Uganda
Uli Lasar setzt Projekt in Kasaroza, Uganda, persönlich in Gang
Die ersten 30 Solarsysteme sind in Uganda angekommen. Unser Projektleiter Uli Lasar (Ingenieurbüro small energies) war selbst nach Kasaroza geflogen, damit die Solarsysteme an die richtige Adresse kommen. Es wurde eine erste Anlage installiert, die technische Unterstützung heimischer Studenten für die Zukunft gesichert und die regionale Bank für die Abwicklung des Mikrokreditprogramms gewonnen.
9.414 Euro haben Mitglieder und Freunde bereits auf das Spendenkonto von Energie Impuls OWL gezahlt …
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… um unseren Freunden in Uganda an den Möglichkeiten der solaren Stromerzeugung zu beteiligen. Mit den kleinen Solarsystemen können die Bewohner des Dorfes nämlich nun endlich elektrisches Licht nutzen. Das erlaubt ihnen, nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Feldarbeit beendet wird, noch in den Häusern zu arbeiten und zu lernen. Bisherige Lampen, die mit teurem Kerosin betrieben werden und immer wieder zu Unfällen führen, können ersetzt werden. Uli Lasar ist mittlerweile wieder zu Hause, ab jetzt werden Studenten vom Rukungi Technical Institut bei der Installation der Solarsysteme behilflich sein, die damit praktische Erfahrungen mit der Solarenergie für Ihr Land sammeln.
Mit den eingesparten Brennstoffkosten werden die Kredite für die Solarlampensysteme bezahlt. So finanziert sich das System auf Dauer mit Mikrokrediten, und es ist gelungen, die Bank der Distrikthauptstadt Rukungiri mit der Abwicklung zu betrauen. Organisation und Management des Projektes übernimmt eine von Pastor Ignatius, Grace Arikiriza und Antony Karungi gegründete gewerbliche Gesellschaft.
Das Team hatte Energie Impuls OWL im April besucht und ihr Vorhaben vorgestellt. Viele Mitglieder haben das Vorhaben sofort spontan finanziell unterstützt, von einigen Unternehmen wurden zudem Werkzeuge gespendet. Und die wurden dingend gebraucht. Bereits bei der Errichtung der ersten Demonstrationsanlage zeigte sich, unter welch schwierigen Bedingungen die Leute in Kasaroza wirtschaften müssen: fehlende Schrauben mussten durch Nägel ersetzt werden, selbst ein geeignetes Brett für die Montage zu finden, ist schon eine aufwendige Sache in Kasaroza. „Trotz aller Schwierigkeiten: mit einem Bruchteil einer PV-Anlage, die wir uns heute fast selbstverständlich auf unsere Dächer montieren, verbessern die Leute in Uganda die Lebensbedingungen eines ganzen Dorfes spürbar,“ so Uli Lasar. Das Projekt soll von Energie Impuls OWL weiter unterstützt werden.
Der Distrikt Rukungiri, in dem sich der Ort Kosaroza mit dem Projekt befindet, ist einer der südwestlichen Distrikte des Landes. Wie viele der Orte im ländlichen Raum, besitzt Kosaroza keinen Zugang zum öffentlichen Stromnetz. Die Häuser des Ortes sind von einfacher Bauweise, sie liegen weit verstreut im tropisch geprägten Hügelland.
Ein erster Kontakt zum Dorf Kosaroza und dem dort vor Ort sehr engagierten einheimischen Pastor Ignatius Byamugisha von der "Church of God" entstand zum Fairladen in Leopoldshöhe: Die Frauen des Dorfes Kosaroza beschäftigen sich mit der Schmuckproduktion, sie fertigen Perlen aus aufgerollten Papierstreifen, die zu Ketten und Armbändern aufgereiht werden. Der Fairladen in Leopoldshöhe vermarktet diese Produkte.
Parallel dazu gab es intensive Email- und Telefonkontakte zwischen Ulrich Lasar vom Ingenieurbüro small energies und Pastor Byamugisha, in denen die Idee der solarbasierten Elektrifizierung für Licht entwickelt wurde. Es wurden weitere Partner für das Projekt in Deutschland gefunden: Energie-Impuls OWL e.V. als Projektträger und das Welthaus Bielefeld e.V. als Berater.
Im Frühjahr 2009 besuchten zwei Mitarbeiter des Fairladens das Dorf Kosaroza, um sich bei einem persönlichen Besuch vor Ort kundig zu machen, die Kontakte zu vertiefen und die Möglichkeiten zu weiterer Zusammenarbeit auszuloten. Die Rahmenbedingungen für das Solarlichtprojekt wurden besprochen: Es galt, die Zahl ernsthafter Interessenten festzustellen (Interessenten konnten sich in eine Liste eintragen), die finanziellen Möglichkeiten (Mikrokreditfinanzierung und die dafür notwendigen Partner vor Ort), die technische Begleitung (Kooperation mit örtlichen Technikern, die die Installation und Wartung der Geräte übernehmen könnten; sie wurden in der Distrikthauptstadt Rukungiri gefunden).
Ein erstes, mitgebrachtes Solarsystem wurde zusammengebaut und in Betrieb genommen.
vlnr.: Barbara Schütz, Welthaus Bielefeld; Dipl.Ing. Ulrich Lasar, Small Energies; Klaus Meyer, Energie Impuls OWL e.V.; Ute Koczy MdB; Prof. Dr. Gerhard Peters, "Fair-Laden" in Leopoldshöhe; Ben Mukiga, Kleinunternehmer aus Uganda. In der Mitte zeigt Pastor Ignatius Byamugisha von der "Church of God" ein Solarmodul, eine Komponente des Solar Home System
Mit den von diesem Besuch mitgebrachten Informationen wurde das Projekt detaillierter ausgearbeitet und beschlossen, eine Anstoßfinanzierung für die ersten 200 Systeme über eine Spendenaktion zu erreichen.
Mitte April 2010 kamen zum Auftakt der Spendenaktion die ugandischen Partner des "Spenden Sie Licht"- Projektes nach Bielefeld, um das Vorhaben für ihr Dorf Kosaroza im Südwesten Ugandas vorzustellen. Pastor Ignatius Byamugisha erläuterte, warum es für die Familien dort so wichtig ist, eine Chance auf solarelektrisches Licht zu bekommen und welche Bedeutung dies für die Zukunft hat. Vor allem für Schulkinder sei es wichtig, dass abends nach der Arbeit auf den Feldern noch die Möglichkeit besteht, zu lernen und Hausaufgaben zu machen.
Pastor Ignatius und sein Freund Ben Mukoga waren im April 2010 einer Einladung der mennonitischen Kirchengemeinde in Leopoldshöhe gefolgt und vier Wochen Gast in Leopoldshöhe.










