OWL führt wegweisendes Transformationsprojekt von klimaneutralen Quartieren mit Förderung von Land und EU durch


FlexLabQuartier

Ostwestfalen-Lippe, 12.03.2024 - Die Region Ostwestfalen-Lippe startet mit Unterstützung der Landesregierung und der EU ein Projekt zur Flexibilisierung und Energieoptimierung von Quartieren. Unter der aktiven Beteiligung von vielen regionalen Partnern wurde ein Vorhaben konzipiert, um Klimaschutz, Energiesicherheit und Wirtschaftlichkeit durch die ausgeklügelte technische Vernetzung aller energierelevanten Einflussgrößen eines Quartiers zu verbinden.

Das Projekt FlexLabQuartier hat ein Gesamtvolumen von 2,8 Mio. Euro. Im Rahmen des Aufrufs „Regio.NRW – Transformation“ des EFRE/JTF-Programms NRW 2021-2027 konnte das Vorhaben den Begutachtungsausschuss überzeugen. Nun konnten die Projektpartner am Dienstag den Förderbescheid von Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur im Ministerium in Düsseldorf in Empfang nehmen. Das Projekt wird mit insgesamt rund 2,2 Mio. Euro aus Landesmitteln und Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Mit dabei waren zwei weitere Projekte aus OWL, die sich ebenfalls im Wettbewerb durchsetzen konnten.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Wirtschaft, Forschung und Kommunen gehen in Ostwestfalen-Lippe mit innovativen und inspirierenden Netzwerken Hand in Hand. Ich freue mich, weitere spannende Vorhaben aus dem Projektaufruf „Regio.NRW – Transformation“ zu unterstützen, die die Stärke und Innovationskraft OWLs untermauern und zur Zukunftsfähigkeit der Region und des Landes beitragen. Mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Klimaneutralität und zirkulärer Umweltwirtschaft setzen die Projektteams die absolut richtigen Prioritäten für die zukunftsgerechte Transformation der Region.“
Die 7 regionalen Projekt-Partner Hochschule Bielefeld, Energie Impuls OWL e.V., Universität Paderborn, Horizonte Group Technik GmbH, Westfalen Weser Netz GmbH, Westaflex GmbH und Stadtwerk Verl haben sich zusammengeschlossen, um das energieoptimierte und klimaneutrale Quartier modellhaft in 3 Reallaboren, konkret in Borchen, Bielefeld und Verl umzusetzen und Planungswerkzeuge für die Zukunft zu entwickeln.

Nicht der Gedanke der Energieautarkie wird hier verfolgt, sondern vielmehr ist hier die intelligente Kopplung der Sektoren Strom, Wärme und Mobilität der Schlüssel, um eine optimale Rolle in einem Gesamtenergiesystem zu übernehmen und durch flexibles Reagieren die Resilienz der Energieversorgung erhöhen. Dabei werden neben den technischen Herausforderungen alle Akteure eines Quartiers mit ihren unterschiedlichen Interessen zusammengebracht und Interessenkonflikte abgebaut.


Der Initiator Prof. Jens Haubrock, Institut für technische Energiesysteme an der Hochschule Bielefeld und Spezialist für regenerative Energiesysteme, fasst das Ziel des Projekts so zusammen: „Die konsequente Optimierung des Energiebezugs und die Vermarktung von freien Flexibilitäten schafft die dringend notwendige Wirtschaftlichkeit in einem Energiesystem, das zukünftig auf Erneuerbaren Energien basieren wird. Und das mit gewohnt hoher Zuverlässigkeit.“

 


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